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  • Oldtimer in Österreich: Die Sympathie bleibt

    Oldtimer in Österreich: Die Sympathie bleibt – und die nächste Generation fährt mit

    Die ersten Ergebnisse aus der Studie „Oldtimer in Österreich“ liegen vor! Historische Fahrzeuge genießen in Österreich weiterhin außergewöhnlich hohe Sympathiewerte. Die Ergebnisse von 2026 bestätigen damit die positiven Einstellungen von Herrn und Frau Österreicher aus den Erhebungen 2017 und 2022. Besonders bemerkenswert: Auch bei jungen Erwachsenen wächst das Interesse an automobilen Klassikern. Es gibt Dinge, die verändern sich mit der Zeit. Und es gibt Dinge, die gerade durch den Lauf der Zeit ihre Bedeutung erhalten. Oldtimer gehören offensichtlich zur zweiten Kategorie. Eine österreichweite Repräsentativbefragung im April-Juli 2026 mit 401 Personen ab 18 Jahren zeichnet ein ausgesprochen positives Bild: Historische Fahrzeuge sind in der Bevölkerung fest verankert – als Kulturgut, als Ausdruck von Handwerk und Technik, vor allem aber als sympathische Zeitzeugen mit emotionaler Strahlkraft.
    Die Ergebnisse bestätigen damit eine Entwicklung, die sich bereits in den Untersuchungen von 2017 und 2022 abgezeichnet hat. Die hohe Akzeptanz ist kein kurzfristiger Trend, sondern bemerkenswert stabil. Fast alle finden Oldtimer etwas Besonderes 97 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Oldtimer etwas Besonderes sind beziehungsweise auffallen. Ein Wert, der deutlich macht, welche Wirkung ein historisches Fahrzeug im öffentlichen Raum entfalten kann. Noch wichtiger für die Zukunft der Oldtimerkultur: 91 Prozent wünschen sich, dass Oldtimer auch künftig auf Österreichs Straßen zu sehen sind. Ebenfalls 91 Prozent befürworten, Besitzerinnen und Besitzer dazu zu motivieren, ihre Fahrzeuge öffentlich zu präsentieren. Das ist mehr als bloße Toleranz. Es ist eine breite gesellschaftliche Zustimmung dazu, dass historische Fahrzeuge sichtbar bleiben sollen. Und auch emotional kommen die Klassiker bestens an: Rund 91 Prozent freuen sich, wenn ihnen ein Oldtimer begegnet. Insgesamt 93 Prozent empfinden Oldtimer grundsätzlich als sympathisch. Damit gehören historische Fahrzeuge zu jenen Kulturgütern, die Menschen nicht nur akzeptieren, sondern mit Freude wahrnehmen.

    Mehr als Blech und Technik Was macht diese Faszination aus? Die spontanen Antworten der Befragten geben darauf eine bemerkenswert klare Antwort. Oldtimer stehen für vergangene Jahrzehnte, für bekannte automobile Ikonen wie VW Käfer, Porsche, Mercedes oder Ford Mustang. Sie werden mit Nostalgie und persönlichen Erinnerungen verbunden, mit Eleganz, Stil und Individualität. Ebenso häufig fallen Begriffe wie handwerkliche Qualität, Restaurierung, Pflege, Sammlerleidenschaft und automobile Kulturgeschichte. Der Oldtimer wird damit nicht in erster Linie als altes Verkehrsmittel gesehen. Er erzählt eine Geschichte. Das erklärt auch, warum die emotionale Verbindung so stark ist: Knapp 71 Prozent der Befragten geben an, dass Oldtimer sie an ihre Kindheit erinnern.
    Ein historisches Fahrzeug kann damit zum persönlichen Zeitzeugen werden – und gleichzeitig Erinnerungen über Generationen hinweg transportieren.

    Kulturgut mit breiter Zustimmung
    Besonders stark ist die Anerkennung des kulturellen Wertes. Rund 91 Prozent sehen Oldtimer als Kulturgut, das erhalten werden sollte. Ebenfalls 91 Prozent erkennen ihren Beitrag zum Erhalt traditionellen Handwerks an. Gerade dieser Punkt ist für die Zukunft der Oldtimerbewegung von Bedeutung. Denn hinter einem historischen Fahrzeug stehen nicht nur Motor, Karosserie und Technik. Es geht auch um Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die über Jahrzehnte weitergegeben wurden: Restaurierung, Karosseriebau, Sattlerei, Lackierung, Motorentechnik und viele weitere Bereiche. Der Erhalt eines Oldtimers bedeutet deshalb immer auch den Erhalt eines Stücks praktischer Kulturgeschichte.

    Kritik bleibt eine Minderheitenposition
    Natürlich blendet die Bevölkerung kritische Aspekte nicht völlig aus. Umweltbelastung, Wartungsaufwand und die Kosten des Hobbys werden durchaus wahrgenommen. Das Gesamtbild verändert sich dadurch jedoch kaum. 94 Prozent lehnen die Aussage ab, Oldtimer gehörten auf den Schrottplatz. Fast 89 Prozent sehen historische Fahrzeuge nicht als Behinderung für den Straßenverkehr. Und obwohl rund 31 Prozent der Aussage zustimmen, Oldtimer würden die Umwelt belasten, widersprechen fast 69 Prozent dieser Einschätzung.
    Die Botschaft ist eindeutig: Einzelne kritische Argumente existieren, sie prägen aber nicht die grundsätzliche Haltung der österreichischen Bevölkerung.

    Ein exklusives Hobby – mit erstaunlich großer Anziehungskraft
    Dass Oldtimer nicht für jedes Budget geeignet sind, wird von der Bevölkerung sehr realistisch eingeschätzt. Mehr als 90 Prozent stimmen zu, dass sich nicht jeder dieses Hobby leisten kann. Gleichzeitig zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch im besten Sinne: Das Hobby mag exklusiv sein – das Interesse daran ist es keineswegs. Rund 60 Prozent interessieren sich grundsätzlich für Oldtimer. Etwa 57 Prozent können sich sogar vorstellen, selbst einmal einen historischen Wagen zu besitzen. Das Interesse reicht damit weit über die Gruppe der tatsächlichen Besitzerinnen und Besitzer hinaus. Die Oldtimerwelt hat ein Publikum, das größer ist als ihre aktive Szene.

    Die Überraschung: Junge Menschen entdecken den Oldtimer Besonders spannend wird die Studie beim Blick auf die Altersgruppen. Die verbreitete Vorstellung, Oldtimer seien vor allem ein Thema für ältere Generationen, wird durch die aktuellen Ergebnisse deutlich relativiert. Im Gegenteil: Gerade die 18- bis 30-Jährigen zeigen eine ausgesprochen positive Einstellung. 68 Prozent dieser Altersgruppe sagen, dass sie selbst einmal einen Oldtimer besitzen möchten. Das ist der höchste Wert aller Altersgruppen. Rund 61 Prozent interessieren sich für historische Fahrzeuge, ein Viertel sogar besonders stark. Auch der kulturelle Wert wird von den jungen Erwachsenen anerkannt: Knapp 90 Prozent sind der Meinung, dass Oldtimer als Kulturgut erhalten bleiben sollten. Eine klare Mehrheit unterstützt zudem ihre weitere Präsenz auf Österreichs Straßen. Das ist ein starkes Signal für die Zukunft. Denn offenbar spricht der Oldtimer junge Menschen nicht nur über Nostalgie an – schließlich können sie sich an viele der Fahrzeuge ihrer Kindheit gar nicht aus eigener Erfahrung erinnern. Vielmehr stehen für diese Generation andere Werte im Vordergrund: Individualität, Authentizität, handwerkliche Qualität, Technik und die Bewahrung eines Stücks Kulturgeschichte. In einer zunehmend standardisierten und digitalisierten Mobilitätswelt kann gerade das Analoge, Mechanische und Unverwechselbare eine besondere Faszination entfalten.

    Eine stabile Liebe über fast ein Jahrzehnt
    Besonders aussagekräftig wird die aktuelle Untersuchung im Vergleich mit den früheren Erhebungen. Die Zeitreihe von 2017 bis 2026 zeigt ein bemerkenswert stabiles Meinungsbild. Die hohe Sympathie gegenüber Oldtimern, der Wunsch nach ihrer Präsenz im Straßenbild, ihre Wahrnehmung als Kulturgut und die Anerkennung ihres Beitrags zum Erhalt traditionellen Handwerks bleiben über die Jahre hinweg auf hohem Niveau. Auch das Interesse am Thema und der Wunsch nach einem eigenen Oldtimer liegen 2026 wieder leicht über dem Niveau der Erhebung von 2022.

    Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis der gesamten Untersuchung: Die Begeisterung für historische Fahrzeuge ist keine Momentaufnahme. Sie hat Bestand. Oldtimer verbinden Generationen Interessant sind auch die Unterschiede zwischen den Generationen. Während Männer etwas häufiger Interesse an Oldtimern zeigen und öfter den Wunsch nach einem eigenen Fahrzeug äußern, ist das Grundbild insgesamt ausgesprochen homogen. Menschen über 60 verbinden Oldtimer besonders häufig mit persönlichen Erinnerungen und unterstützen ihren Erhalt überdurchschnittlich stark. Die jüngere Generation wiederum zeigt eine besonders hohe Besitzabsicht.
    Damit entsteht ein schönes Bild: Die einen bewahren die Erinnerungen, die anderen entdecken die Faszination neu. Und genau darin liegt möglicherweise eine der größten Stärken der Oldtimerkultur. Sie muss nicht bei einer Generation stehen bleiben. Ein Fahrzeug kann Familiengeschichte erzählen, Kindheitserinnerungen wecken – und gleichzeitig bei einem jungen Menschen erstmals die Leidenschaft für historische Technik entfachen.

    Österreich sagt Ja zum Oldtimer
    Die Ergebnisse der aktuellen Befragung lassen sich letztlich auf eine einfache Formel bringen: Österreich mag seine Oldtimer. Besonders erfreulich ist dabei der Blick nach vorne. Die hohe Zustimmung der jungen Erwachsenen zeigt, dass die Oldtimerkultur keineswegs ein Auslaufmodell ist.
    Im Gegenteil: Eine neue Generation entdeckt den Reiz historischer Fahrzeuge – vielleicht gerade weil sie in einer Welt lebt, in der vieles immer schneller, digitaler und austauschbarer wird. Der Oldtimer bietet das Gegenteil: Charakter statt Gleichförmigkeit, Mechanik zum Anfassen, Geschichte zum Erleben und Individualität auf vier Rädern.

    Die aktuelle Studie bestätigt damit eindrucksvoll, was sich bereits 2017 und 2022 gezeigt hat: Die Sympathie für Oldtimer ist in Österreich außergewöhnlich hoch – und sie bleibt es. Mehr noch: Das Interesse reicht weit über die klassische Szene hinaus und findet zunehmend auch bei der nächsten Generation Anklang.

    Der Oldtimer ist damit nicht nur ein Blick zurück. Er ist auch ein Stück Zukunft der automobilen Kultur.

    Grundlage: Österreichweite Online-Repräsentativbefragung im April-Juli 2026, 401 Personen ab 18 Jahren. Die Befragung umfasst repräsentativ für Österreich unterschiedliche Altersgruppen, Geschlechter und alle österreichischen Bundesländer. (c) Christian Schamburek

  • Was macht eigentlich Fahrspaß? Eine Studie geht dem Gefühl auf den Grund.

    Geschwindigkeit allein macht noch keinen Fahrspaß. Zu diesem durchaus spannenden Ergebnis kommt eine neue Castrol-Studie, die untersucht hat, was sich beim Fahren im Kopf und Körper tatsächlich abspielt. Im Mittelpunkt stand die Frage: Was passiert in jenem besonderen Moment, in dem Fahrer und Auto scheinbar zu einer Einheit verschmelzen?

    Für die Untersuchung wurden Teilnehmer mit Sensoren ausgestattet, die Gehirnaktivität, Augenbewegungen, Herzfunktion und Hautreaktionen erfassten. Getestet wurde auf einer abgesperrten Strecke in Großbritannien – vom langsamen Offroad-Fahren bis zum Einsatz eines Rennwagens.

    Drei Faktoren für den perfekten Moment

    Die Wissenschaftler identifizierten drei entscheidende Komponenten des Fahrspaßes: körperliche Aktivierung, geistige Konzentration und emotionale Begeisterung. Besonders wichtig ist dabei das Gefühl, das Fahrzeug jederzeit unter Kontrolle zu haben. Treffen alle drei Faktoren in der richtigen Balance zusammen, kann ein regelrechter „Flow“-Zustand entstehen.

    Wird dagegen einer dieser Faktoren zu intensiv, kann der positive Nervenkitzel in Stress oder Angst umschlagen. Genau das zeigte sich bei einer Mitfahrt im Rennwagen: Obwohl die Geschwindigkeit hoch war, deuteten die Messwerte eher auf Überforderung als auf konzentrierten Fahrspaß hin.

    Der McLaren und die Ideallinie

    Den stärksten „Flow“-Zustand registrierten die Forscher beim selbst gefahrenen McLaren Artura GT4. Die Teilnehmer zeigten dabei besonders hohe Werte für Konzentration und körperliche Aktivierung. Auch der Blick verriet die intensive Beschäftigung mit der Fahraufgabe: Im Schnitt fixierten die Fahrer die Ideallinie in den Kurven rund 70-mal pro Minute und blinzelten lediglich 2,5-mal pro Minute.

    Interessant ist der Vergleich mit der Mitfahrt im Rennwagen. Dort stieg die Zahl der Blickfixationen auf 190, während die Teilnehmer rund 40-mal pro Minute blinzelten. Das deutet laut Studie auf ein deutlich reaktiveres und weniger kontrolliertes Blickverhalten hin.

    8 km/h können reichen

    Für Oldtimerfans besonders interessant dürfte allerdings eine andere Erkenntnis sein: Fahrspaß braucht keine hohen Geschwindigkeiten.

    Auf der engen und kurvenreichen Kartbahn erreichten die Teilnehmer trotz moderater Höchstgeschwindigkeiten die für Fahrspaß relevanten körperlichen, geistigen und emotionalen Zustände. Noch deutlicher wird es beim Offroad-Test: Dort lag die Durchschnittsgeschwindigkeit gerade einmal bei rund 8 km/h - trotzdem entstand ein intensives Fahrerlebnis.

    Eine schnelle Mitfahrt im Rennwagen schnitt dagegen beim empfundenen Nervenkitzel schlechter ab. Die Studie legt damit nahe: Nicht die Zahl auf dem Tacho ist entscheidend, sondern die Konzentration auf die Fahraufgabe und das Gefühl, das Auto souverän zu beherrschen.

    Was das für Oldtimerfahrer bedeutet

    Natürlich wurde die Studie nicht speziell für klassische Automobile durchgeführt. Trotzdem lässt sich eine interessante Parallele ziehen: Gerade beim Oldtimerfahren stehen häufig nicht Höchstgeschwindigkeit und maximale Leistung im Vordergrund. Es sind vielmehr die direkte Rückmeldung der Lenkung, das Arbeiten mit Getriebe und Kupplung, Motorgeräusch, Geruch und die bewusste Auseinandersetzung mit dem Fahrzeug, die den Reiz ausmachen.

    Die Studie liefert dafür zumindest eine wissenschaftliche Erklärung: Fahrspaß entsteht offenbar dann, wenn Wahrnehmung, Konzentration, Emotion und Kontrolle zusammenkommen. Das kann auf der Rennstrecke passieren – aber ebenso auf einer kurvenreichen Landstraße oder bei einer entspannten Ausfahrt mit einem historischen Fahrzeug.

    Und vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis der Untersuchung: Man braucht weder einen Supersportwagen noch hohe Geschwindigkeiten, um echten Fahrspaß zu erleben.

    Quelle: Castrol EDGE Studie „Thrill of Driving“ / Brainbox, veröffentlicht am 25. August 2026. Die in der Studie beschriebenen Fahrversuche fanden ausschließlich auf abgesperrten Strecken und unter professioneller Aufsicht statt.

  • Pickerl-Reform 2027: Was sich für Oldtimer-Besitzer wirklich ändert

    Die größte Änderung bei der österreichischen §57a-Begutachtung seit vielen Jahren tritt in Kraft. Das bisherige 3-2-1-System wird durch das neue 4-2-2-2-1-System ersetzt. Die Regierung verspricht weniger Bürokratie und eine finanzielle Entlastung für Fahrzeughalter. Doch bei genauer Betrachtung zeigt sich: Die Vorteile sind überschaubar.

    Das Wichtigste in Kürze
    Das bisherige 3-2-1-System wird auf 4-2-2-2-1 umgestellt.
    Die bisher gültige 4-monatige Toleranzfrist (Überziehungsfrist) fällt weg.
    Dafür ist die Pickerlüberprüfung schon bis zu 4 Monate vor dem regulären Termin möglich (bisher 1 Monat)
    Der 2-Jahresintervall für Oldtimer (nur wenn historisch typisiert "rotes" Pickerl!" bleibt bestehen
    Rund zwei Millionen Fahrzeughalter müssen ihre Begutachtungsplakette austauschen.

    Für Oldtimer kann der Wegfall der bisherigen Toleranzfrist problematisch werden.Die Eingabe von Seiten des KHMÖ, Oldtimer vom Wegfall der Toleranzfristen auszunehmen wurde von Seiten der Regierung nicht berücksichtigt, obwohl dies vopn Seiten der EU möglich gewesen wäre.

    Was ändert sich beim Pickerl?
    Bislang galt in Österreich das bewährte 3-2-1-System: Die erste §57a-Begutachtung war drei Jahre nach der Erstzulassung fällig, anschließend nach zwei Jahren und danach jährlich. Künftig erfolgt die erste Begutachtung erst nach vier Jahren, danach im Abstand von zwei Jahren, bevor wieder die jährliche Überprüfung beginnt.
    Die Idee dahinter: Weniger Werkstattbesuche und geringere Kosten für Fahrzeughalter. In der Praxis dürfte dieser Effekt allerdings deutlich kleiner ausfallen als angekündigt.

    Was bedeutet die Reform für Oldtimer?
    Für Besitzer historischer Fahrzeuge bringt die neue Regelung einige Besonderheiten mit sich.

    Wegfall der bisherigen Toleranzfrist
    Bislang konnte die Pickerlüberprüfung innerhalb einer viermonatigen Nachfrist erfolgen. Diese sogenannte Toleranzfrist entfällt künftig vollständig.

    Stattdessen darf die Begutachtung bereits vier Monate vor dem Fälligkeitstermin durchgeführt werden.

    Gerade bei Oldtimern ist das nicht immer praktisch. Viele Fahrzeuge verbringen die Wintermonate eingelagert in der Garage oder im Winterquartier. Fällt der Begutachtungstermin in diese Zeit, müsste das Fahrzeug ausschließlich für das Pickerl aus dem Winterschlaf geholt werden.

    Begutachtungsmonat kann geändert werden
    Für Motorräder, Wohnmobile und Oldtimer besteht jedoch eine Lösung:
    Der Begutachtungsmonat kann bei der zuständigen Zulassungsbehörde angepasst werden. Dadurch lässt sich der Termin auf einen Zeitraum verlegen, in dem das Fahrzeug ohnehin genutzt wird.

    Gerade für Saisonfahrzeuge empfiehlt sich eine rechtzeitige Planung.

  • Oldtimerprojekt in Tirol - Kids & Oldies

    Im Unterrichtsfach „Kunst und Gestaltung“ drehte sich in der Klasse 2b kürzlich alles um das Thema Oldtimer. Nachdem die Schüler*innen in Kleingruppen Daten und Fakten zu verschiedenen historischen Fahrzeugen recherchiert hatten, ging es an die kreative Umsetzung: Inspiriert von den Recherchen gestalteten sie „ihren“ eigenen Oldtimer. Unter der fachkundigen Anleitung von Frau Dorn entstanden dabei wahrhaftige Meisterwerke.

    Ein besonderes Highlight folgte am Sonntag, dem 05.07.2026: Im Rahmen des monatlichen Treffens des Vereins „Oldtimer Sonntag Tirol“ durfte die Klasse ihre Kunstwerke stolz der Öffentlichkeit präsentieren. Als krönenden Abschluss des Projekts wartete auf die Schülerinnen noch ein ganz besonderes Erlebnis – sie durften als Copilotinnen in den echten Oldtimern mitfahren.

    Ein herzliches Dankeschön gilt dem Verein „Oldtimer Sonntag Tirol“ für die großartige Kooperation und die wunderbare Möglichkeit, diese faszinierenden Fahrzeuge hautnah erleben zu dürfen.

  • End of life regulation - Oldtimer sind ausgenommen

    In den letzten Monaten konnte im Rahmen intensiver Interessenvertretung (ÖMVV, AMV im Rahmen des KHMÖ) auf europäischer Ebene (FIVA) nun sichergestellt werden, dass Oldtimer von der "End of Life Regulation" oder der sogenannten "Altautoverordnung" ausgenommen sind. Im Wesentlichen regelt die ELV den gesamten Lebenszyklus von Fahrzeugen – von der Konstruktion über die Nutzung bis zur Verwertung – mit dem Ziel, Recycling zu verbessern, Ressourcen im Kreislauf zu halten und Abfälle zu reduzieren. Sie verpflichtet Hersteller unter anderem zu einem besseren Fahrzeugdesign für Demontage und Wiederverwertung, höheren Anteilen recycelter Materialien sowie klaren Vorgaben für Sammlung, Behandlung und Entsorgung von Altfahrzeugen.

    Zusammenfassung der für historische Fahrzeuge wesentlichen Punkte.

    1. Historische Fahrzeuge sind grundsätzlich vom Anwendungsbereich ausgenommen
    Die Verordnung gilt nicht für Fahrzeuge von historischem Interesse ("vehicles of historical interest"). Ebenso ausgenommen sind die für deren Erhaltung notwendigen identifizierbaren Ersatzteile und Komponenten.
    Das bedeutet insbesondere, dass für historische Fahrzeuge nicht gelten:
    • Anforderungen an die Kreislaufgerechtigkeit (Circularity)
    • Pflichten zum Eigentumsübergang
    • Exportvorschriften
    • Vorschriften über Altfahrzeuge (End-of-Life Vehicles)

    2. Bezug auf die bestehende Definition historischer Fahrzeuge
    Die Verordnung führt keine neue Definition ein, sondern verweist auf die Definition der Richtlinie 2014/45/EU (Roadworthiness Directive). Damit bleibt die bereits etablierte EU-Definition maßgeblich.

    3. Schutz des europäischen Kulturerbes
    In den Erwägungsgründen wird ausdrücklich begründet, warum historische Fahrzeuge ausgenommen werden:
    • Sie dienen dem Erhalt des europäischen Kulturerbes.
    • Sie sollen nicht den Vorschriften über
    o Eigentumsübertragung,
    o Export oder
    o Behandlung als Altfahrzeug
    unterliegen.

    4. Fahrzeuge mit besonderem kulturellem Interesse
    Zusätzlich werden Fahrzeuge geschützt, die von einem Mitgliedstaat als Fahrzeuge von besonderem kulturellem Interesse anerkannt werden.
    Darunter können beispielsweise fallen:
    • Museumsfahrzeuge
    • Sammlerfahrzeuge
    • Einzelanfertigungen (Custom-Built Vehicles)
    • Rennfahrzeuge
    Voraussetzung ist jeweils eine formelle Anerkennung durch die zuständige Behörde.

    5. Ausnahme gilt erst ab Anerkennung als historisches Fahrzeug (in Österreich der Eintrag des Fahrzteugmodells in der Approbierten Liste des Bundesministeriums (www.khmoe.at) und die Typisierung als Oldtimer -> rote §57a Plakette "historisch.

    Ein wichtiger Punkt:
    Die Verordnung stellt klar, dass die normalen Anforderungen (z. B. Designvorschriften zur Kreislaufwirtschaft) vor der Anerkennung als historisches Fahrzeug gelten.
    Erst nachdem ein Fahrzeug den Status "historisches Fahrzeug" (rotes Pickerl!) oder "Fahrzeug von besonderem kulturellen Interesse" erhalten hat, greift die Ausnahme.

    6. Verlust des historischen Status
    Verliert ein Fahrzeug später seinen historischen oder kulturellen Status, fällt es automatisch wieder unter die Verordnung.
    Dann gelten insbesondere wieder:
    • Vorschriften zum Eigentumsübergang,
    • Exportregelungen,
    • Altfahrzeugvorschriften.

    7. Kriterien für Fahrzeuge von besonderem kulturellen Interesse
    Anhang II legt fest, wann ein Fahrzeug als Fahrzeug von besonderem kulturellen Interesse anerkannt werden kann. Erforderlich sind insbesondere: Im Wesentlichen "rotes Pickerl!"
    • dokumentierter historischer oder kultureller Wert,
    • identifizierbarer Eigentümer,
    • nachvollziehbare Identität der wesentlichen Fahrzeugteile,
    • eindeutige Identifizierbarkeit (VIN oder Seriennummer).
    Die Anerkennung erfolgt auf Antrag; die Einhaltung der Voraussetzungen ist mindestens alle fünf Jahre oder bei Eigentümerwechsel zu überprüfen.

    Zusammenfassung
    Für Oldtimerbesitzer ist die Verordnung insgesamt sehr günstig ausgestaltet:
    • Historische Fahrzeuge bleiben vollständig vom neuen EU-Regime über Kreislaufwirtschaft und Altfahrzeuge ausgenommen.
    • Auch Export- und Eigentumsübertragungsvorschriften gelten für anerkannte historische Fahrzeuge nicht.
    • Der Schutz wird ausdrücklich mit dem Erhalt des europäischen Kulturerbes begründet.
    • Die bisherige Definition historischer Fahrzeuge bleibt unverändert maßgeblich.
    Diese Regelungen finden sich in den Erwägungsgründen (insbesondere Erwägungsgrund 14) sowie im Anwendungsbereich der Verordnung (Artikel 2 und Anhang II).

    Der Originaltext steht auch unter www.oemvv.at zum Download zur Verfügung.

  • Zweiter Streich: Alt Opel IG - StarterMotor in Mattighofen

    In bewährter Weise wurde auch heuer wieder im Juni – wie bereits im Vorjahr – ein Vortrag über die österreichische Oldtimer-Community an der Berufsschule Mattighofen abgehalten. Zusätzlich wurden technische Bauteile eines Opel 4 PS mitgebracht, den Richard derzeit neu aufbaut. Dieses Anschauungsmaterial bot den Schülerinnen und Schülern einen eindrucksvollen Einblick in die Technik vergangener Zeiten.

    Nach der obligatorischen Pause versammelten sich alle Teilnehmer erneut im Schulhof bei den Fahrzeugen. In zahlreichen Gesprächen war bei vielen Schülerinnen und Schülern eine spürbare Begeisterung für historische Fahrzeuge zu erkennen. Dabei stellte sich auch heraus, dass einige das jährliche Treffen bereits in den vergangenen Jahren beobachtet hatten und nun erstmals selbst daran teilnehmen konnten.

    Nach der Besichtigung der Fahrzeuge begannen die Probefahrten. Mit insgesamt 23 Opel Young- und Oldtimern wurden drei Rundfahrten durch die Stadt durchgeführt, wobei die Besatzungen jeweils wechselten. Mehr als 70 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, zumindest einmal mitzufahren.

    Die anschließenden Benzingespräche machten die große Begeisterung der Jugendlichen noch deutlicher sichtbar. Glaubt man ihren Aussagen, wird sich mindestens jeder Dritte in naher Zukunft ein historisches Fahrzeug anschaffen.

    Ein herzlicher Dank gilt allen Mitgliedern, die dieses Projekt mit großem persönlichem Einsatz unterstützen und ihre Freizeit in die Förderung des historischen Fahrzeugwesens und dessen Zukunft investieren.

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